LESEN UND LAUFEN: HUMORVOLLES WORTSPIEL MIT LÄUFERKLISCHEES

Von: VHS


14.03.2018

Personen (v. l.): Hardy Schmitt, Sascha Wiczynski (Orgateam Salzkotten Marathon), Heidi Schmitt(Autorin und Bloggerin), Prof. Dr. Detlef Kuhlmann, Markus Krick (Stellv. VHS-Leiter), Maria Breuer (Leiterin der Stadtbibliothek Salzkotten), Hans-Joachim Meier (Orgateam Salzkotten Marathon)

Unsere VHS hatte am 7. März 2018 gemeinsam mit dem Orgateam des Salzkotten-Marathon und der Stadtbibliothek Salzkotten als Veranstaltungsort zu einer Lesung mit dem Titel „Lesen und Laufen“ geladen. Ca. 60 Zuhörer sind der Einladung gefolgt und versammelten sich an diesem Abend Besucherraum der Bibliothek. Sie wurden zunächst von unserem stellv. VHS-Leiter Markus Krick sowie Sascha Wiczynski, Leiter des Marathon-Orgateams, begrüßt und humorvoll auf die gemeinsame Veranstaltung eingestimmt.

Autorin und Bloggerin Heidi Schmitt startete mit einer Lesung kurzer Textauszüge aus mehreren ihrer Bücher und Blogs. Das humorvoll vorgetragene Repertoire spielte gekonnt mit gängigen Läuferklischees und regte die anwesenden Gäste immer wieder zum Lachen an. Dabei war es unerheblich, ob sich „Frauschmitt“, wie sich die Vortragende gern selbst bezeichnet, inhaltlich mit der stets unpassenden Kleidung zu vorherrschenden Wetterbedingungen im Januar oder den wiederkehrenden, zumeist zweifelhaften und von Neujahrsvorsätzen getriebenen Motiven der laufenden Zunft zu Beginn eines neuen Kalenderjahres befasste. Auch die nach Auffassung von Frau Schmitt zunehmende Diktatur durch die allgegenwärtigen Sportuhren und Smartwatches mit ihren mehr oder minder dezenten Aufforderungen an den Träger, sich körperlich zu betätigen, kam bei den Zuhörern gut an. Einen weiteren Abschnitt ihrer Lesung widmete Frau Schmitt dem Thema „Schlaf“. Erneut so kurzweilig und pointiert vorgetragen, dass beim Publikum an den selbigen nicht zu denken war.

Die zweite Hälfte der Veranstaltung wurde von Sportpädagoge Prof. Dr Detlef Kuhlmann, Professor am Institut für Sportwissenschaften der Leibnitz Universität Hannover, literarisch gestaltet. Kuhlmann, Herausgeber des „Lit. Berlin Marathon“ las aus verschiedenen Werken vornehmlich Texte die den Berlin-Marathon literarisch verarbeiten. Er sprach über Lust und Leid der Läuferinnen und Läufern, von den kleinen und großen Triumphen über das eigene Ich und andere Widrigkeiten. Darunter auch Statementes von Laufgrößen wie Achim Achilles alias Hajo Schumacher oder den  Fachjournalisten Manfred Steffny und Martin Grüning  sowie Berlins Marathonlauf-Legende Bernd Hübner. Dabei befasste er sich in der stimmlich von ihm lebhaft und akzentuiert vorgetragenen Lesung mit der Frage nach der Messung der Zeit von Trainingsläufen und deren Bedeutung für den Läufer. Kuhlmanns Erklärung, dass der Läufer damit eine persönliche und für ihn selbst wahrnehmbare Marke auf dem Zeitstrahl der stetig fortschreitenden Zeit hinterlasse, regte die Zuhörer zum Mit- und Nachdenken an.

Zum Abschluss der Veranstaltung sprachen Markus Krick und Sascha Wiczynski Heidi Schmitt und Detlef Kuhlmann ebenso ihren Dank aus wie den anwesenden Zuhörern und Bibliotheks-Leiterin Maria Breuer für die Bereitstellung ihrer Räumlichkeiten. Alle Akteure zogen ein positives Fazit und schlossen eine Neuauflage in der Zukunft nicht aus.

 


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